Unliebsame Gäste, die Feldmaus.

In Obstanlagen finden Feldmäuse ein wunderbares Ambiente, unter den Bäumen und hohem Gras, vor Raubvögeln meist geschützt, graben sie ihre Gänge durch den Boden. Sandige warme Böden bevorzugen sie dabei, lehmige Böden und vor allem staunasse Böden mögen sie weniger. Die Ernährung der Tierchen ist gesichert. Auf dem Speiseplan stehen Gräser und Samen aber auch Bodentierchen werden vernascht, nicht zuletzt schmecken den Nagetieren aber auch Rinden von Bäumen und Sträuchern und auch deren Wurzeln.

Natürliche Feinde haben Mäuse viele, deshalb sind sie auch sehr wachsam und flüchten bei Gefahr schnell in ihren Bau wo sie geschützt sind. Schlangen schaffen es dann auch ihnen in den Bau zu folgen wo vor allem die junge Brut den Schlangen zum Opfer fällt. Mauswiesel schaffen es auch in den Bau, die flinken Tiere sind für die ausgewachsenen Mäuse auch eine große Gefahr. Auch Marder schaffen es manchmal mit leichten Grabungsarbeiten in den Bau vorzudringen. Fuchs und Hund graben richtig große Löcher um an Mäuse zu kommen. Aus der Luft wird Mäusebussard und Falke zur Gefahr und auch andere Greife wie Habicht und Sperber, Eulen gehen nachts auf Mäusejagd. Ein fabelhafter Mäusefänger ist aber die Katze, ja der Stubentiger ist ein passionierter Jäger manchmal gar ein Killer es sei denn er überfettet bei allzu großer Haustierliebe an überschüssigem Gourmetfutter.

Zum Unterschied zum Ackerbau wird der Boden in Obstanlagen nicht bearbeitet und somit bleiben die Mausgänge über Jahre benutzbar. Bäume hohes Gras und Hagelnetz schützen die Mäuse, bei gemähtem Gras werden sie allerdings ganz leicht zur Beute von Greifvögeln, mittlerweile unterfliegen manche Greife schon die geschlossenen Hagelnetze, sie passen sich an.

Die Fähigkeit sehr schnell geschlechtsreif zu sein verleiht den Mäusen die Möglichkeit zur Epidemie zu werden. In einem Jahr kann sich der Bestand verhundertfachen.

Schäden machen die Feldmäuse vor allem im Winter nachdem kein Gras und kein Samen mehr zur Verfügung steht sind Rinden und vor allem die Baumwurzeln die Nahrung im Winter. Dies kann katastrophale Folgen für die Bäume haben.

Ohne Wurzeln geht nichts mehr und der Baum stirbt ab und mit einem neuen muss ersetzt werden. Der Schaden zieht sich auf mehrere Jahre da es 4 bis 5 Jahre dauert um einen Apfelbaum wieder in das Ertragsalter zu bekommen.

Gesunde Baumwurzeln
Gesunde Baumwurzeln
Mausschaden
Kahlgenagte Wurzelstümpfe
Klemens Klemens Kössler
Nach meiner Ausbildung zum Obst- und Weinbauer arbeitete ich zeitweise in einer Landschaftsgärtnerei sowie verschiedenen anderen Obst und Weinbaubetrieben in der Umgebung meines elterlichen Hofes. Als drittes von drei Kindern übernahm ich nach und nach immer mehr Arbeiten und die Führung am elterlichen Hof in St. Pauls in Südtirol. Da mein Hof in einem touristisch attraktiven Gebiet liegt, bieten wir auch die Vermietung von Ferienwohnungen an, welche zu den Einnahmen am Hof mit beitragen.