Ein kurzer Gedanken zur Landwirtschaft

Südtirols Landwirtschaft ist kleinstrukturiert. Von oben herab erkennen wir viele kleine Felder. Rund 6 Prozent der Südtirolerinnen und Südtiroler arbeiten in der Landwirtschaft, wobei Südtirol rund 20.000 landwirtschaftliche Betriebe aufweisen kann. Die Betriebsgröße muss man mehr als oft mit klein und „fein“ bezeichnen. Grund und Boden wird bearbeitet und gepflegt.

Jede Bäuerin und jeder Bauer muss auf seiner Art und Weise für das Bestehen und das Weiterleben seines Betriebes sorgen. Jeder Sektor innerhalb der Landwirtschaft hat seine Schwierigkeiten und stellt die Betriebsleiter oftmals vor großen Herausforderungen. Schwierigkeiten, die sich über Jahre hinziehen oder andere, die jahresbedingt auftreten können. Beispiele wie der sinkende Milchpreis in der Viehwirtschaft oder das Zittern für ein gutes Wetter beschäftigt jedes Jahr aufs Neue die Südtiroler Landwirtschaft.

 

Die Verbundenheit zum Hof, der Stolz Bauer zu sein, die Liebe zur Natur und die Einzigartigkeit ist in vielen Fällen stärker als die Verlockung alles hinter sich zu lassen.
Angelika Springeth

 

Besonders wegen den auftretenden Wetterkapriolen fragen sich viele Obst – und Weinbauern wie sie ihre Anlagen besser besonders vor Frost sichern können. Die Verbundenheit zum Hof, der Stolz Bauer zu sein, die Liebe zur Natur und die Einzigartigkeit ist in vielen Fällen stärker als die Verlockung alles hinter sich zu lassen.

Viele Betriebe haben mehrere Betriebszweige, da das Einkommen von einem für die Familie nicht ausreicht. Jeder Betrieb, egal ob Obst- oder Weinbau, Viehhaltung oder Sonderkulturen ist einzigartig und leistet seinen Beitrag für das große Ganze in Südtirol. Vielen ist bewusst, dass nur ein großes Miteinander, indem alle – egal ob integrierte ober biologische Produktion – zusammenhalten, die Südtiroler Landwirtschaft bewahren und sie weiter bestehen lässt. Lösungen können mit gegenseitigem Respekt und Zusammenhalt gefunden werden.

Die Gesamtheit der Südtiroler Landwirtschaft ist zu wertvoll um sie leichtsinnig in eine Schublade zu stecken und als schlecht abzustempeln. Jeder Hofbesitzer ist sich bewusst, dass sein Boden nicht nur für ihn, sondern auch für die Zukunft weiterbestehen muss. Investitionen und der Einsatz von neuen Technologien ermöglicht es, auch in Zukunft das Gute in der Landwirtschaft zu bewahren und gleichzeitig Vieles zu verbessern.

Ein Gastbeitrag von Angelika Springeth

Redaktion Blauer Schurz Redaktion Blauer Schurz
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