Fachwissen beim ALS-Obstbauseminar

Am 22. Bis 24. Januar findet im Haus der Familie in Lichtenstern (Ritten) das traditionelle ALS-Obstbauseminar statt, in dem Experten ihr Fachwissen direkt an die Landwirte weitergeben.

Seit nunmehr fast 30 Jahren stellt der Absolventenverein landwirtschaftlicher Schulen (ALS) jährlich ein spannendes und informatives dreitägiges Seminarprogramm zusammen. In der kommenden Ausgabe des Obstbauseminars reichen die Themen von der Zukunft der Landwirtschaft, über Düngung, Sonderkulturen, Schnitttechniken bis hin zum Pflanzenschutz und vielem mehr, sodass ein größtmöglicher Teil des umfangreichen Bereichs Obstbau abgedeckt wird.

Die Zukunft des Obstbaus
Die Referenten des ersten Seminarvormittages widmen sich der Zukunft des Obstbaus. Einer von ihnen, Leonhard Steinbauer, wird ein Referat mit dem Titel „Entscheidungshilfen für einen zukunftsorientierten Obstbaubetrieb; eine Analyse der Gegenwart mit Blick auf zukünftige Trends und Entwicklungen“ halten. Steinbauer ist der Leiter der Versuchsstation Obst- und Weinbau Haidegg, einem Referat der „Abteilung 10 – Land und Forstwirtschaft“ des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung. In seinem Vortrag zeigt Dr. Steinbauer mögliche Antworten auf die Schlüsselfrage „Wie bleibt mein Dauerkulturbetrieb in Zeiten der Globalisierung und des Klimawandels wettbewerbsfähig?“ auf.

Das Nachmittagsprogramm umfasst eine breite Themenspanne und reicht von Vorträgen über Kompost als Dünger, bis hin zu Forschungsergebnissen zur Unterlagenprüfung und darüber hinaus zu nützlichen Informationen für Produzenten zu Anbauverträgen von Clubsorten. Der Abend hält einen Vortrag zum Obstbau in Polen und der Ukraine bereit.

Integrierte Produktion – quo vadis?
An Tag zwei des Obstbauseminars geht es neben dem Klickschnitt unter anderem um die Sonderkultur Haselnuss. Der Nachmittag beschäftigt sich wieder mit der Zukunft des Obstbaus, wobei einer der Vorträge von Dr. Roland Zelger, ehemaliger Direktor des Amtes für Versuchswesen am Versuchszentrum Laimburg, gehalten wird. In seinem Vortrag zur Integrierten Produktion am Obstbauseminar 2018 stellt Zelger die kritische Frage: „Integrierte Produktion – quo vadis? Ist die IP noch innovativ oder wird sie nur noch verwaltet?“
Am Abend dieses zweiten Tages gibt es zudem die zweite Ausgabe einer Podiumsdiskussion während des Seminars.

Am dritten und letzten Seminartag geht es neben neuen Apfelsorten um den Pflanzenschutz, dabei wird die marmorierte Baumwanze, der Einsatz von Schwefel, sowie die Verminderung von Frostschäden besprochen.

Redaktion Blauer Schurz Redaktion Blauer Schurz

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