„Das muss die Politik in die Hand nehmen“

In der Diskussion um das Großraubwild hört man von den Betroffenen immer wieder folgende Aussagen: „Die Politik muss handeln“; „Uns hilft niemand“ oder „Wir können nichts machen“. Das stimmt so aber nicht. Meiner Ansicht nach, kann Jeder einen Beitrag für die Durchsetzung der Landwirtschafts- Anliegen, was das Großraubwild betrifft, leisten.

Bestes Beispiel war die große Teilnahme von Betroffenen und Interessierten aller Landesteile an der Podiumsdiskussion „Großraubtiere und Almbewirtschaftung?“ in Lana. Mit ca. 850 Teilnehmern übertraf die Veranstaltung alle Erwartungen und verlieh den Sorgen und Ängsten der Bauern eine kräftige Stimme. Genau ein Besuch solcher Veranstaltungen ist wichtig, um sich sachlich und mit Fakten an der Diskussion zu beteiligen und seine Interessen zu vertreten.

Am meisten Wirkung zeigten im letzten Jahr die Bilder der gerissenen und zum Teil verstümmelten aber noch lebenden Tiere, die in den sozialen Netzwerken und in den Nachrichtenportalen kursierten. Viele waren sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst welche Auswirkungen die Ansiedelung von Wolf und Bär auf die Almwirtschaft haben kann.

Besonderes Interesse am Erhalt der Almwirtschaft und somit einer gepflegten Kulturlandschaft sollte jedoch die Tourismuswirtschaft zeigen, was jedoch noch zu wünschen übrig lässt. Ich hoffe, dass die Landwirtschaft und der Tourismus starke Allianzen bilden, um gemeinsam für unsere Anliegen zu kämpfen.

Gastbeitrag von Christoph Weiss

Redaktion Blauer Schurz Redaktion Blauer Schurz
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