Der Heimat verpflichtet

„Wir haben es schön in unserem Land“, ein Satz der vielen Leuten leicht über die Lippen geht, auch darum, weil es schlichtweg die Wahrheit ist. Schöne Seen, hohe Berge, gepflegte Kulturlandschaften, belebte Dörfer; doch was unser Land und unsere Identität wirklich ausmachen, sind die gepflegten Traditionen, die uns seit jeher sehr wichtig sind.

„Auf zum Schwur“ heißt es kommenden Sonntag Land auf, Land ab, denn der „Herz- Jesu Sonntag ist wohl der Tag, der in der Geschichte Tirols eine besondere Bedeutung hat und mit den abendlichen Bergfeuern einen feierlichen Abschluss findet.
Jedoch sind als Traditionen nicht ausschließlich feierliche Prozessionen und Umzüge zu nennen. Die wahren Werte werden in den kleinen Bräuchen übermittelt, die besonders noch in den bäuerlichen Familien Tag für Tag gelebt werden. Eines der besten Beispiele ist das Tischgebet, das noch auf vielen Höfen gesprochen wird, bevor die ganze Familie gemeinsam zu Mittag isst. Den bäuerlichen Familien sind besonders Bräuche wichtig, die mit dem Wetter zusammenhängen wie z.B. das Wetterläuten oder das Anzünden von geweihten Palmzweigen, wenn ein Unwetter naht.

Jeder kennt die eine oder andere kleine Tradition, die im Alltag ihren Platz gefunden hat. Laut mir sind die großen, aber vor allem auch die kleinen Bräuche ausschlaggebend für unser Tiroler Heimatgefühl. Es reicht nicht aus, unser Land immer wieder in seiner Schönheit zu loben, sondern es sollte uns allen bewusst sein, dass es für uns eine Verpflichtung sein sollte, das Land und seine Bräuche zu pflegen und auch so an die nächsten Generationen weiter zu geben.

Gastbeitrag von Christoph Weiss

Redaktion Blauer Schurz Redaktion Blauer Schurz
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